Meine Erfahrung mit Cannabis und Depressionen

Meine Erfahrung mit Cannabis und Depressionen

Einleitung

Hallo, mein Name ist David Raab und ich wurde 1983 geboren. Ich bin gelernter Fachinformatiker-Systemintegration und habe mir das Programmieren selbst beigebracht. Nach meinem Abi war ich jobmäßig immer unterwegs, doch meine Depression hat mir mein Leben sprichwörtlich zur Hölle gemacht.

Ich denke ich werde in Zukunft noch mehr über mein Leben preisgeben, darüber was mir gefällt, meine Philosophie und Lebenseinstellung.

Was möchte ich bezwecken?

Ich möchte, dass Depressionen besser verstanden und akzeptiert werden. Von euch Lesern und von mir selbst. Denn auch für mich ist die Krankheit noch neu und der Umgang mit Ihr ein Lernprozess.

Durch das öffentliche Schreiben erhoffe ich mir natürlich auch den positiven Effekt, mich selbst besser zu verstehen. Auch wenn ich anderen in meiner Lage nicht direkt helfen kann, hoffe ich trotzdem, dass ich anderen dazu verhelfen lkann, Depressionen besser verstehen, oder zu ermutigen, sich Hilfe zu holen.

Drogen

Desweiteren schreibe ich diesen Text kurz nachdem ich Cannabis konsumiert habe. Sprich: Ich bin dicht!

Dies ist auch die Einleitung zu meinem ersten Thema. Der Drogenkonsum generell und im speziellen die Erfahrungen, die ich mit Cannabis mache.

Sind Drogen schlecht?

Das Wort "Drogen" ist in vielen Köpfen sehr negativ belastet. Man sieht Junkies irgendwo in der Ecke. Leute die ihr Leben nicht in den Griff bekommen, oder sonstige Horror Geschichten. Doch ist dieses Thema komplett surreal für mich geworden.

Wir Menschen sind im Grunde alle Abhängig. Wir sind Abhängig nach Freude. Diese Freude kann etliches sein.

und natürlich gehört auch Drogenkonsum dazu!

Das schlimme wäre nur, wenn wir Menschen an nichts mehr Freude verspüren würden. Hätten wir keinen Ansporn im Leben, dann würde sich die Frage auftun, wofür man den überhaupt noch Lebt.

Stell dir vor: Du kannst essen was du willst und es schmeckt dir nicht. Du willst einfach nur alleine sein. Die Süßigkeiten schmecken nicht. Den Burger den man isst ruft nur Schuldgefühle hervor und kein Partner in ausschau. Klingt gräßlich?

Nun, so verläuft mein Leben seit ca. 15 Jahren. Wenn man mich noch vor einem halben jahr gefragt hätte, was Freude ist, ich hätte nicht darauf antworten können. Auch kann ich mich nicht erinnern das letzte mal Freude verspürt zu haben.

Naja, so ganz richtig ist das nicht. Seit ich Kiffe, nämlich seit einem halben Jahr, habe ich mal wieder an etwas Freude. Ich kann Filme an einem Stück zu Ende schauen, kann mich konzentrieren. Mir kommen sinvolle Gedanken die mich weiter führen und mich nicht andauernd über dasselbe grübeln lassen. Ich bin auf einmal in der Lage, Dinge nicht einfach nur schwarz oder weiß zu sehen.

Natürlich gefällt mir auch der Rausch des Cannabis. Man ist zugleich sediert und wenn man es möchte kann man auch mal seinen Kopf abschalten und genießen. Das Konzentrieren fällt mir leichter und das denken tut nicht weh. Oder der Geschmackssinn wird verbessert und ich kann mein Essen mal geniessen.

Für jemanden der nicht wirklich weiß, wofür er auf dieser Welt ist, sind das äußerst positive Effekte. Positive Effekte die einen wieder lernen lassen, das Leben zu genießen.

Die Frage die sich mir stellt ist: Warum möchte man mich als Cannabiskonsument eigentlich krimialisieren? Wem habe ich Schaden zugefügt, außer (höchstens) mir selbst? Warum sollte der Drogenkonsum überhaupt etwas Schlechtes sein?

Klingt verrückt? Sehe ich nicht so. Nehmen wir zuerst einmal ein Vergleich.

Süßigkeiten & Sport

Nun, wir alle Wissen, dass Süßigkeiten unserer Gesundheit nicht gut tun. Sport tut es schon (auch nur zu einem gewissen Maß, denn die Dosis macht das Gift!), aber mit der Motivation Sport zu treiben, wer kennt das nicht?

Es ist natürlich leichter, auf der Couch zu sitzen, etwas süßes zu essen und einen Film zu geniessen. Leider ist das ungesund und macht dick.

Aber halt! Dafür haben wir ja das Fitness-Studio! Das Training erlaubt es uns, auch mal etwas ungesundes zu machen.

Wäre es nicht logischer, einfach auf alle Süßigkeiten zu verzichten? Dann werden wir nicht dick und müssen generell weniger Sport treiben und Fit zu bleiben.

Wir würden Geld bei den Süßigkeiten sparen, müssen weniger Sport betreiben um unsere Fitness aufrecht zu erhalten. Aber

Wir sparen doppelt Geld. Bei den Süßigkeiten und beim Fitness Studio. Macht doch mehr Sinn, oder etwa nicht?

Nun kann man machen! Aber was ist der Zweck davon? Dann hat man weniger Spaß an den Süßigkeiten, und sollten wir deswegen weniger Sport treiben, auch noch weniger Spaß durch den Sport.

Natürlich schadet man sich und seiner Gesundheit durch Fett und Süßigkeiten, aber das macht unser Leben nunmal aus. Freude spüren und das auch auf Kosten der Gesundheit.

Cannabis

Und hier landen wir bei meinen Cannabiskonsum.

Ja, ich nehme Cannabis. Es hilft mir durch meine Depression. Ich bin wieder in der Lage, Freude an dingen zu spüren. Das Computerspielen macht mir Spaß, ich werde Kontaktfreudiger und generell aktiver, außerdem verspüre ich den Antrieb meine Probleme anzugehen.

Die Gesundheitlichen Schäden? Ich bin alt genug, so das der Cannabiskonsum keine langzeitlichen Schäden mehr auf mein Gehirn anrichtet (Bitte nicht kiffen, wenn ihr jünger als 18, besser noch 21 Jahre alt seid!).

Psychosen hat es bei mir nicht ausgelöst, und es ist immer noch umstritten ob es das überhaupt tut!

Ich habe jetzt zwei packungen zwiback mit kokos und Dunkler Schokolade gegessen, saure bonbons und Marzipanschokolade. Dies war meiner gesundheit wahrscheinlich schädlicher, als der Cannabiskonsum. Aber hey, dafür habe ich ja das Fitness-Studio!

Sind Drogen also schädlich? Ja und nein. Vieles was uns nunmal gut tut, richtet auch Schaden an. Dies gilt für alles in unserem Leben. Zu viel von etwas kann uns immer Schaden. So kann man genauso sexsüchtig sein, fettsüchtig oder von jeder anderer Sache die uns Spaß bereitet. Die Frage sollte also kein schwarz/weiß denken sein im Sinne von: Ist etwas gut oder schlecht.

Sondern die Frage sollte immer sein:

Überwiegen die positiven die negativen Effekte & kann ich es meiner Gesundheit antun?

Auch muss die Antwort nicht eine volkommene Abstinenz von etwas sein. Es macht immer die Dosis das Gift. Wieviel Süßigkeiten, Fettes Essen, Alkohol, Koffein, Cannabis, Zucker, oder Sport tut uns den gut?

Evtl. sollten wir das eine oder andere erhöhen oder verringern, es kommt immer auf ein Gesundes mittelmaß an! Die Frage stellt sich eher wo das mittelmaß beim Cannabis Konsum ist.

Vielleicht einfach so viel das man sich gut fühlt jedoch nicht Abhängig von etwas ist? Wie ist Abhängigkeit eigentlich definiert? Ich denke in einem nächsten Blog werde ich auf diese Dinge genauer eingehen.

Schlußszene

Hinterlasst mir doch einen Kommentar wie euch dieser Artikel gefallen hat, oder was Ihr gerne Erfahren möchtet. Welche Erfahrung habt ihr mit Cannabis und seit ihr auch von Depressionen betroffen?